Wissen aus dem Netz – Internet für helle Köpfe


Absolut alles, was man wissen möchte, findet sich heute im Internet. Ganz egal, ob man ein vollwertiges Studium absolvieren möchte oder nur kurz nachschauen will, wo Timbuktu liegt, niemand muss noch langwierig nach dem richtigen Lexikon oder einer Weltkarte suchen. Zumal die herkömmlichen Lexika nun bereits veraltet sind, wenn die Schrift auf das Papier gedruckt wird. Heute kann also dank des Internets jeder lernen wann, wo und wie er will.

Während der eine besser das geschriebene Wort aufsaugen kann, benötigt ein anderer einen anschaulichen Film, der ihm das Lernpensum vermittelt. Auch die Erfolgskontrolle erfolgt meist über das Medium Internet, sodass viele Lernende gar nicht mehr das Haus verlassen müssen, um ihre Bildung zu erweitern.

Eine riesige Vielfalt an Lerninhalten und Lernmethoden

Unzählige Anbieter haben sich auf das Angebot von Kursen und Seminaren über das Internet spezialisiert. Nicht alle sind wirklich gut oder auch nur sinnvoll. Außerdem lernt jeder auf unterschiedliche Art, daher sollte man seinen Anbieter sorgfältig auswählen, damit das Bildungsangebot exakt zu einem passt. Dabei kann man die Anbieter leider nicht pauschal in teuer und gut oder billig und schlecht einteilen. Sogar kostenlose Angebote können sehr gute Seminare oder Lernsequenzen anbieten.

Durch diese Vielfalt resultiert aber auch eine notwendige Recherche vor dem guten Lernergebnis. Gerade wer ein bestimmtes Zertifikat oder gar einen professionellen Abschluss anstrebt, muss vorher schauen, ob dieser Kurs wirklich dafür zugelassen ist. Viele selbst ernannte Fachleute tummeln sich im Netz, die zwar ein Zertifikat nach dem Lehrgang anbieten, doch ob dieses auch überall akzeptiert wird, ist oft unwahrscheinlich.

Daher gilt die Regel:

Je wichtiger der Lehrgang für das berufliche Fortkommen ist, desto intensiver und tief gehender sollte die Vorbereitung und die Recherche ausfallen.

Selber lernen per E-Mail oder E-Book

Eine sehr beliebte der vielen Varianten im und über das Internet zu lernen, ist es die einzelnen Lerneinheiten per E-Mail oder als kleine E-Books anzufordern. Dabei gibt es je nach Intensität des Lehrgangs die Möglichkeit, mit einem Referenten oder mit anderen Teilnehmern Fragen und Inhalte gemeinsam zu erarbeiten. Der reine Selbstlernkurs, bei dem keinerlei Kontakt zu Lehrern oder weiteren Teilnehmern vorgesehen ist, kann für viele schwierig und frustrierend werden. Man benötigt eine Menge Selbstdisziplin und muss in der Lage sein, sich selbst gut zu organisieren.

Virtueller Klassenraum für klassisches Lernen

Bei der Variante des virtuellen Klassenzimmers wird der Unterricht fast wie in einem ganz normalen Klassenraum abgehalten. Dank Videochat hat das Internet heute auch den Weg in die Schule unnötig gemacht. Während der Seminarleiter beispielsweise in Australien sein kann, können die Teilnehmer über die ganze Welt verstreut an dem Kurs teilnehmen. Der Vorteil dieser Form des Lernens liegt auf der Hand. Denn nicht nur die räumliche Unabhängigkeit spricht für sich, man wird auch vom Tutor ebenso wie von den anderen Teilnehmern unterstützt und kann sich über das Thema austauschen. Dadurch fällt es leichter, den Lehrgang an müden Tagen bis zum Ende durchzuhalten. In der Regel ist diese Form des Unterrichts aber erheblich kostenaufwendiger als ein schlichter Selbstlernkurs, den man allein im stillen Kämmerlein nutzt.

Eigene Motive prüfen und richtigen Kurs finden

Wer meint es wäre schwer, den richtigen Kurs oder Lehrgang zu finden, hat meistens noch nicht wirklich genau herausgefunden, welche für ihn selbst die richtige Form des Lernens ist.

Nicht für jeden ist das Lernen im Internet ganz für sich allein die richtige Wahl.

Zwar haben die Volkshochschulen längst ebenfalls das Internet und eine entsprechend angepasste Kursauswahl im Angebot, doch für manch einen Lernwilligen kann es hilfreich sein, wenn er ein- oder zweimal in der Woche zu einem festen Termin vor Ort erscheinen muss. Einfach auch, um aus dem Trott in der eigenen Wohnung herausgelöst zu lernen. Wer jedoch in der Lage ist, sich allein immer wieder zu motivieren, kann darauf verzichten.

Zunächst muss man ermitteln, was man lernen will und wofür:

Wird ein IHK-Abschluss angestrebt oder gar ein Hochschuldiplom, muss man zumindest für die entsprechenden Prüfungen und teilweise auch für Klausuren anreisen können.

Die Zeit und die daraus resultierenden Kosten kann nicht jeder erübrigen. Diese Punkte sollten genau durchgeplant werden, will man nicht nach monatelangem Lernen doch noch scheitern. Doch auf diese Weise ist es sogar neben dem Beruf noch möglich ein volles Studium durchzuziehen, wenn man dafür auf einen gewissen Teil seiner Freizeit verzichtet.

Kosten und Nutzen abwägen und berechnen

Für einen einfachen Kochkurs, an dem man teilnimmt, benötigt man keine Berechnung. Doch wer beispielsweise Kurse auf Hochschulniveau belegen will oder einen bestimmten Abschluss anstrebt, sollte vor der Unterschrift alle anfallenden Kosten berücksichtigen.

Gerne werden Prüfungsgebühren oder die bereits erwähnten Reisekosten vergessen. Ausbildungen, die über viele Monate oder mehrere Jahre hinweg das Leben begleiten, sollten auf die Gesamtkosten hin geprüft werden.

In dem entsprechenden Lehrgangsvertrag sollte eine Preissteigerung während der Lehrgangsdauer ausgeschlossen werden. Ansonsten kann die Weiterbildung leicht zum unkalkulierbaren Kostenfaktor werden, der später durch die verbesserten Berufsaussichten nicht wieder auszugleichen ist.